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»Karmageister« - Karma und die Zahl 9


Was ist Karma?

Als ich die Karmageister schrieb, beschäftigte mich die Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Oder anders: Haben wir schon mal gelebt, wie oft und vor allen Dingen wie? Haben wir schlechtes Karma aufgebaut, welches uns in der Gegenwart davon abhält, ein freies selbstbestimmtes Leben zu führen? Oder warum hängen wir in ungesunden Gewohnheiten fest, erleben Situationen, wo wir denken: „So was kann ja nur mir passieren!“ Warum kommt es uns so vor, als ob sich eine Situation ständig wiederholt? Warum schaffen wir es nicht, aus diesem Kreislauf auszusteigen, um endlich das Leben zu führen, welches wir uns wünschen? Und was ist überhaupt Karma?

„Karma ist eine Auswirkung aller guten und schlechten Taten, die wir im Laufe unseres Lebens begehen. Wir sammeln sie bewusst und viel mehr noch unbewusst an und so formen sie unseren Charakter.“ - So erklärt die Schreibermaus Any Ka aus meinem Roman ihrer Cousine Marie Laruu, was sie unter Karma versteht.

Können wir also schlechtes Karma loswerden, indem wir auf unsere Taten achten? Wie beeinflusst das unseren Charakter?

Marie Laruu lebt als Waldmaus im 16. Jahrhundert. Sie ist eine mutige Maus, tatkräftig, willensstark und selbstbewusst. Sie hält sich gern bei Menschen auf, möchte helfen und beschützen. Dies wäre auch kein Problem, wenn es da nicht Hieronymus gäbe, Loherr über alle Mäuse, der ihr Treiben argwöhnisch beobachtet. Beide mischen sich in das Leben der Menschen ein, beeinflussen deren Schicksal. Neidisch, missgünstig und eifersüchtig macht Hieronymus Marie den Ruhm streitig, bis es zum Eklat kommt. – Nach ihrem Tod erhalten die Mäuse vom Schöpfer die einmalige Chance, ihre Fehler in einem neuen Leben gerade zu biegen. Sie dürfen ihre damaligen Aufgaben vollenden und ihr Karma auflösen. Bleibt fraglich, ob sie diese Chance nutzen, oder ob sie so weitermachen wie bisher.

Karmageister ist ein Historical Fantasy Roman. Ich stelle mir vor, wie es wäre, wenn wir (ersatzweise die Mäuse) unser Leben noch einmal leben könnten – und bewusst auf unsere Gedanken, Worte und Taten achten, um dann altes belastendes Karma aufzulösen.

Die Zahl 9 – ein kleiner Ausflug in die Numerologie

In der Numerologie ist die 9 die Zahl der Vollendung. Taucht sie auf, ob als Lebensweg oder persönliches Jahr, bedeutet dies, dass ein Zyklus zu Ende geht: Projekte sind abzuschließen oder loszulassen. 9 Monate braucht es, bis ein Kind geboren wird. Wie bei einer Geburt spricht der 9er Zyklus vom Entstehen und Werden, vom Wachsen und Reifen. Am Ende wird das Kind geboren; eine Idee entsteht, wird umgesetzt; Lebensabschnitte enden - neue beginnen.

Die 9 macht uns bewusst, dass alles in wiederkehrenden Zyklen einem ständigen Werden und Vergehen unterliegt. Es hilft nichts, wenn wir festhalten. Ist etwas vorbei, wird es einen Weg finden, sich zu lösen. Denn etwas Neues wartet bereits darauf, zu entstehen. Sich gegen diesen unabänderlichen Prozess zu wehren, heißt nur, sich selbst zu verletzen.

Die 9 erlaubt uns, uns selbst kennenzulernen und eigene Wege zu gehen. Wann taucht die 9 auf? Dies kann der eigene Lebensweg sein, die Namenszahl oder der Herzenswunsch. In einem universellen 9er Jahr sind wir ganz besonders mit unseren eigenen Charaktereigenschaften konfrontiert. 2016, 2007, 1998, 1989 ... waren solche Jahre.

Was hat die Zahl 9 mit den Karmageistern zu tun?

Hieronymus, Loherr vom Weizenfeld, bekommt für die Vollendung seiner Aufgabe vom Schöpfer hilfreiche Unterstützung: die 99 Mäuse der Vollendung. Die Aufgabe muss er jedoch selbst angehen. Und Hieronymus weigert sich anfangs standhaft. Zita, Hieronymus' Schwester, teilt ihrer Schar Folgendes mit:

„Ihr lieben Weißfelle! Es dauert eben so lange wie es dauert. Erst, wenn alle bereit sind und ihre Aufgabe anerkennen, erst dann schreiten sie zur Tat. Unser Loherr Hieronymus hatte entschieden, sich zu verstecken. Weder suchte er den Kontakt zu den anderen Mäusen im Umkreis, noch wollte er, dass sich irgendetwas verändert in unserem Weizenfeld. Es war seine Entscheidung und die hatten wir nicht anzufechten.“

Was heißt das jetzt für die Geschichte? – Wir sammeln Erfahrungen, lernen zu lieben, erfüllen Lebensaufgaben - oder verweigern uns. Irgendwann endet unser irdisches Leben. Bis dahin bauen wir lieber nicht zu viel schlechtes Karma auf. ;-) – Dies ist nur meine Sicht der Dinge. Ich habe sie in meinem Historical Fantasy Roman »Karmageister« verarbeitet.

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