Auszeit für's Schreiben

March 4, 2019

© Bild: Simone Gütte

 

Dies ist meine zweite SchreibAuszeit. Eine Auszeit für das Schreiben. Die erste fand vor knapp zwei Jahren in Cuxhaven statt und ich arbeitete - begleitet von Nordseeluft und Nordseerauschen - am Plot von Ole Sprinkholt, einem Piraten, der im Jahre 1721 auf der Hochseeinsel Helgoland strandete. Sehr stimmig also. 

 

Aber die diesjährige SchreibAuszeit hatte einen völlig anderen Hintergrund. Ich habe sie auch ziemlich spontan „geplant“, nämlich Anfang Februar 2019. Vom 27.02. bis 03.03. buchte ich mir ein Zimmer in Bremerhaven. Der Schreibtisch wies genau hinaus auf die Weser, die in die Nordsee mündet. Diesen inspirierenden Blick wollte ich unbedingt haben, während ich wieder schrieb. Das war auch der Grund: ich wollte wieder schreiben. 

 

Die Jahre 2017 und 2018 hatten mich ziemlich durcheinander gewirbelt. Die Karmageister erwiesen sich als widerspenstig. (Erst im November 2018 war ich rundherum zufrieden und veröffentlichte sie über BoD.) Familiäre Sorgen brachten meine Kreativität dann vollständig zum Erliegen. Für einen Neuanfang startete ich als Ghostwriterin durch, was mir anfangs unheimlich Spaß machte. Ich fand Auftraggeber, die meine Texte wollten und befasste mich mit dem Thema Selbstständigkeit. Leider kam diese nicht zustande. Um genau zu sein, kam gar nichts mehr zustande. Ich hatte weder Lust an fremden noch an eigenen Texten zu schreiben. 

 

Als dann die spontane Eingebung der SchreibAuszeit auftauchte, wusste ich, dass ich das brauchte. Einen neuen Blickwinkel, eine Idee, die mir bereits vorschwebte und das in einer örtlich anderen Umgebung. Natürlich fiel meine Wahl auf die Nordsee. 

 

Dieses Mal bescherte mir die See Frühling und Winter im Wechsel. Den Anreisetag nutzten Andy und ich gemeinsam zu einem Spaziergang bei strahlendem Sonnenschein, bevor er wieder nach Hause fuhr. Tag 2 begann im Nebel, einem kühlen feuchten Nebel, der nur ganz zaghaft den Hafen mit den Hafengebäuden und Leuchtfeuern freigab. Das Nordseewetter hielt bis zur Abreise vor. Zwischendurch ergab sich noch ein Treffen mit meiner lieben Autorenkollegin Sylvia Filz. Wir verabredeten uns spontan auf einen Kaffee und schnackten - mehr als vier Stunden. 

 

Obwohl die neue Geschichte Hallo Frau Niefried! - Briefe an meine dunkle Seele nichts mit Wind und Meer zu tun hat, hat mich der Ortswechsel in erster Linie entspannt und neu motiviert. 

 

Die Ausbeute nach meiner dreitägigen SchreibAuszeit (+ ein paar Stunden am An- und Abreisetag):

 

5.623 Wörter = 18 DIN-A4-Seiten Frau Niefried

und 763 Wörter für die Figurenvorstellung der Karmageister. Dies sind 10 Mini-Geschichten, die sich am Schluss wie eine Kurzgeschichte lesen. Hier stelle ich einzeln die Hauptcharaktere des Romans vor. (Erscheinen noch als Minis auf meiner Facebook-Seite und auf der Karmageister-Website.)

 

Fazit: Ich kann es nur von mir sagen: Ortswechsel lohnen sich. Ablenkungen halten sich in Grenzen oder können bewusst wahrgenommen werden (Der Frühlingsspaziergang mit Andy, der Austausch mit Sylvia waren einfach fantastisch). 

 

Das Betrachten der neuen Umgebung, Sonne, Nebel, Sturm auf sich wirken lassen, schafft Raum für neue Ideen. Motiviert das, was sowieso in einem schlummert, weckt es quasi erneut auf. Eine Schreibauszeit kann dabei helfen. 

 

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