Eine kurze Zusammenfassung über den langen Weg der Karmageister

November 20, 2018

© pexels - pixabay.com

 

„Wie geht es dir?“ Diese Frage stellten mir Silvia Nagels und Le Alex Sax, von der ich dankend den Staffelstab der #autorenstaffel entgegennehme. Kurz war ich versucht, die Frage mit einer Floskel abzutun: „Och ja, ganz gut, danke der Nachfrage ... Und selbst so?“ Aber dann dachte ich mir, hole ich mal tief Luft und lasse mich darüber in der #autorenvorstellung aus.

 

Von Facebook und Google hatte ich mich ein wenig zurückgezogen, um mit dem Schreiben voranzukommen. Zu oft bin ich auf den Social Media Plattformen hängengeblieben, habe gelesen, kommentiert, geliked. Aber die „Karmageister“ drängelten irgendwann. Sie wollten es endlich in die Buchwelt schaffen. Und das waren keine einfachen Buchkinder.

 

Widerspenstig waren sie. Handelten unlogisch. Tauchten plötzlich an Stellen auf, wo ich sie gar nicht hingesetzt hatte. Wechselten mehrmals die Augenfarbe. Auch die Haarfarbe, obwohl es zu Zeiten der Renaissance gar keine Tönungsprodukte gab. Sie langweilten sich, beschwerten sich, zu wenig herumzustreiten. Kurz, sie geisterten herum, statt sich in die Abläufe einzufügen. Eine ordnende Hand musste her. - Also Plot geschrieben, alles wieder verworfen, von vorn begonnen. Sogar per Hand eine komplett neue Handlung ausgearbeitet.

 

Das Ganze zog sich vier Jahre in die Länge. Es war eine Zeit, wo es mir mit den Karmageistern gar nicht gut ging. Zwischendurch nannte ich sie: „Die Geschichte, die nicht geschrieben werden will.“ Dabei fand ich die Idee dahinter ganz spannend: Leben wir mehrere Leben? Wenn ja, zum wievielten Mal tummeln wir uns hier? Können wir Karma aufbauen und im späteren Leben wieder auflösen? Ursprünglich sollte die Geschichte eine Zeitreise werden. Schließlich ließen sich die Geister bändigen und in einen Fantasyroman mit historischem Hintergrund stecken, mit Menschen der Renaissance, einer Mäusegesellschaft und viel Karma. Im November 2018 erblickten sie endlich das Licht der Buchwelt.

 

Um die Frage abschließend zu beantworten, doch, mir geht es gut, jetzt bin ich zufrieden. Auch wenn ich nicht am #nanowrimo teilgenommen habe, um die nächste Geschichte anzufangen. Diese wird eine Zeitreisegeschichte, ganz ohne Karma. 

 

Derzeit kehrt zumindest im Bereich des Schreibens Ruhe ein. Allerdings weiß man nie, wie lange diese anhält.

 

Jetzt gebe ich den Staffelstab weiter an Gabi Büttner und frage sie: „Kannst du vom Schreiben leben?“

 

(Die vollständige Autorenstaffel aller 30 Novemberautoren gibt es unter #autorenstaffel auf Facebook.)

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