Bücher meiner AutorenkollegInnen

 

Gelesen & rezensiert.

"Tote Models nerven nur" von Vera Nentwich 

eBook 2,99 €

Verlag: Kindle Edition, Amazon

Taschenbuch 9,95 €

268 Seiten

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform, 978-1514262672

Auflage 1, 18.06.2015

 

 

Klappentext:

 

Judith Schöller, das Starmodel aus Grefrath, besucht ihren Heimatort, und als sie Sabine »Biene« Hagen trifft, kommt es zum Streit. Schließlich sind sich die beiden seit 20 Jahren in Feindschaft verbunden. Zwei Tage später liegt Judith tot im Teich und ausgerechnet Biene findet sie. Nun ist Biene für alle die Hauptverdächtige. Es gibt nur einen Weg, ihre Unschuld zu beweisen: Sie muss den wahren Mörder finden. Ob ihr Ex-Freund und Polizist Jochen oder der sexy aussehende Verlobte von Judith Jago Diaz Fernández dabei eine Hilfe sind? Ein heiterer Krimi mit Lokalkolorit aus Deutschland.

 

Dieses Buch durfte ich im Rahmen von Veras Buchstartparty rezensieren. Vielen Dank dafür. 

Meine Meinung:

 

Tote Models nerven nur – und eins ganz besonders. Denn dieses liegt sehr tot im Teich vor dem Grefrather Aussichtsturm - und lenkt den Mordverdacht sofort auf Sabine (Biene) Hagen. Denn Biene und Model Judith Schöller, die einst beste Freundinnen waren, verbindet heute nur eine Art Feindschaft. Aufgrund der letzten tätlichen Auseinandersetzungen wollte sich Biene mit ihrer ehemaligen Freundin an diesem Ort treffen und sich endlich aussprechen! Keine Chance, denn Model Judith kann sie nur noch mit leblosen Augen anschauen.

Ganz Grefrath verdächtigt nun Biene als Mörderin, so dass sich diese entschließt, den wahren Mörder selbst zu suchen. Unterstützt wird sie von Jochen, ihrem früheren und immer-noch-Freund. Er beschützt sie nicht nur vor den Anfeindungen, die eine vermeintliche Mörderin so ertragen muss, sondern auch vor sich selbst. Denn Biene reitet sich gern, wenn auch unabsichtlich, in unmögliche Situationen rein, die ihren Mitmenschen ein „Ach Biene!“ entlocken, u.a. ihrer skurrilen, aber liebenswerten Oma und ihrer Freundin Betty. Und dann ist da noch Jago, Judiths ehemaliger Verlobter. Undurchschaubar und geheimnisvoll stellt er Biene vor so manches Rätsel. 

 

Anfangs haben mich die Zeitsprünge verwirrt, die die Autorin Vera Nentwich einbaut, um Bienes Vorgeschichte zu erzählen. Gerade am Beginn bremst das den Lesefluss. Aber ist man einmal in der Geschichte drin, versteht man nicht nur Biene besser, sondern die Geschichte lässt einen nun auch nicht mehr los. Dafür sorgt schon der leicht-lockere und witzige Erzählstil. Biene mag ich, auch wenn sie stellenweise wenig mitfühlend rüberkommt, zumindest im Umgang mit den Menschen, die ihr nicht viel bedeuten. Sie hat ein tragisches Erlebnis zu verkraften und verschließt sich daher lieber vor ihren Gefühlen. Andererseits ist sie mutig und riskiert viel, um dem Mörder auf die Spur zu kommen. Dadurch stolpert sie oft in dramatische oder bizarre Situationen. Nicht umsonst schütteln ihre Freunde und Oma den Kopf über sie.

Ab dem letzten Drittel des Buches nimmt die Story noch mal richtig Fahrt auf, bringt eine überraschende Wendung und endet mit einem interessanten Schluss.

 

Fazit: Ein spannender spritziger Krimi mit Grefrather Lokalkolorit! Die Personen sind von eigenwillig, geheimnisvoll, über bodenständig, liebenswert, zickig, arrogant bis skurril vertreten und geben der Geschichte Abwechslung und Pfiff. - Manche Stellen fand ich ein wenig realitätsfern. Aber vielleicht laden gerade diese zum Träumen und Nachdenken über das eigene Leben ein, wenn man mit diesem Buch in der Hand in der Sommersonne sitzt.

Buchcover bereitgestellt

von der Autorin Vera Nentwich

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