Bücher meiner AutorenkollegInnen

 

Gelesen & rezensiert.

"Mondgeflüster in Fella" (4 Bände: Fella-Reihe, Band 2) von Lara Kessing

eBook 2,99 €

Kindle Edition

Taschenbuch 9,99 €

345 Seiten

ISBN: 978-1521386965

 

Klappentext:

 

Ein schweres Unwetter zerstört große Teile von Fella. Eine Gang mit dem Namen Senk nutzt das entstandene Chaos, um die Macht an sich zu reißen. Da Andra ein Jahr vor dem Unwetter bei den Senk ausgestiegen ist, hat sie es nun besonders schwer. Einige Senk können ihr den Ausstieg nicht verzeihen, allen voran ihr ehemals bester Freund. Aus Freunden werden erbitterte Feinde. Menschen, um die sie früher einen großen Bogen gemacht hätte, werden zu Verbündeten. Andra muss nicht nur herausfinden, wer sie eigentlich ist, sondern auch ihren Platz in dem neuen Fella finden. Sich wieder den Senk anzuschließen wäre der leichtere Weg. Gerät Andra ins Schwanken, als sie unerwartet Gefühle für einen der Senk entwickelt? Sie ist bereit, an ihre Grenzen zu gehen und sich ihren ehemaligen Freunden in den Weg zu stellen, doch ist ihr neues Ich stark genug, sich der Macht der Senk zu widersetzen? Band 2 ist ein alternativer Einstieg in die Fella-Reihe und ist somit ohne Vorkenntnisse aus Band 1 lesbar. In diesem Band werden dem ersten Band keine Informationen vorweggenommen. Wer Band 1 bereits gelesen hat, kann sich in diesem Teil auf ein Wiedersehen mit Tonso und Kester freuen. Erfahrt mehr über den Enkel, den Morana an die Senk verloren hat, und über den Dieb, der Sorija mit seinem Geheimeingang die Flucht ermöglichte. Außerdem gibt es Einblicke in das Leben der Antisenk.

 

Herzlichen Dank an Lara Kessing, die mir das eBook als Rezensionsexemplar überlassen hat. 

 

Meine Meinung:

 

Die Senk haben eine Reihe Untertanen um sich geschert, die für sie Raubzüge und kriminelle Handlungen durchführen. Immer mehr junge Menschen scharen sich um die mächtige Untergrundgruppe, die von den Geschwistern Sira und Rondert Senk angeführt werden. Auch Andra ist Mitglied der Gruppe und wird prompt von der Polizei beim Stehlen erwischt. Für sie ist das kein Grund aufzuhören, denn auch ihr Freund Lenn ist Mitglied der Gang. Von ihren Eltern wird sie gezwungen, die Senk zu verlassen. Sie soll prüfen, ob ihr Freund zu ihr oder den Senk hält. Entsetzt stellt sie fest, dass Lenn kein Verständnis für sie hat und sich gegen sie wendet. Andra beschließt auszusteigen. Damit hat sie sich nicht nur die Senk zum Feind gemacht, sondern auch ihren ehemaligen Freund. 

 

Als Fella ein Jahr später von einem zerstörerischen Unwetter heimgesucht wird, reißen die Senk endgültig die Macht an sich. Andra wird vor die Wahl gestellt, sich wieder der Gang anzuschließen oder ab sofort eine Geächtete zu sein. Ihre Eltern halten es nun für sicherer, dass sich Andra den Senk erneut anschließt. Immerhin halten diese auch sämtliche Medikamente gegen eine sich ausbreitende Seuche in der Hand. Wer sich gegen die Gruppe stellt, wird an der Seuche zu sterben.

 

Andra willigt ein und kehrt zu den Senk zurück. Aber die vermeintliche Sicherheit entpuppt sich als trügerische Falle. In den Fängen der Gang wird sie zur Marionette. Als ein Senk auftaucht, der ihr helfen will, geraten ihre Gefühle ins Wanken.

 

„Mondgeflüster in Fella“ ist der 2. Band einer vierteiligen Dystopie, den man auch einzeln ohne Vorkenntnisse lesen kann. 

 

Von Anfang an hat es mich in die Geschichte hineingezogen. Die Story ist spannend und logisch aufgebaut und lebt viel von den Streitgesprächen, entweder zwischen den Eltern und Andra oder ihres ehemaligen Freundes und ihr. Es ist nie ganz klar, wer auf welcher Seite steht, sich als Freund oder Feind entpuppt. Das bringt der Geschichte viele Überraschungsmomente. Die Hauptfigur Andra ist mutig und willensstark, aufbegehrend und mitfühlend, das macht sie sympathisch. Man drückt ihr die Daumen, fiebert mit ihr mit.

 

Gelungen fand ich, wie Gefühle personifiziert werden. Zitat: „Die Nervosität schlich zitternd zwischen den Anwesenden umher und streckte hilflos Hand nach ihnen aus.“ Man spürt die Nervosität förmlich zugreifen. 

 

Ab und zu fand ich den Schlagabtausch in Form der Dialoge etwas zu lang geraten. Das zieht Längen in die ansonsten spannende Geschichte. 

 

Etwas enttäuscht war ich jedoch vom Ende. Natürlich weiß ich als Leser, dass noch weitere Bände folgen und dass es deswegen kein abschließendes Finale geben kann. Aber es endet mir persönlich zu abrupt. Der Leser wird mit den Protagonisten im wahrsten Sinne des Wortes im Wald stehen gelassen. Hier hätte ein schöner Cliffhanger für Spannung und Vorfreude auf den nächsten Band gesorgt. 

 

Der Stil ist einfach gehalten und lässt sich flüssig lesen. Blutige oder gewalttätige Szenen fehlen, der Nervenkitzel spielt sich in Kopf und Bauch ab. Daher ist das Buch eine klare Leseempfehlung auch für jugendliche Leser.

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